4 Tage Stopover auf Island

Wie schön: endlich komme ich mal wieder dazu, was Neues zu schreiben und zu posten! Wird auch echt mal wieder Zeit, schließlich ist unsere wahnsinns Sommerreise schon lange vorbei. Aber ihr wisst ja, wie das ist. Neues Schuljahr und schwups hat einen der Alltag wieder... Ich bin in der Tat erst in den letzten Tagen dazu gekommen, alle Fotos zu sichten und zu sortieren und deswegen gibts jetzt nach und nach ein paar Eindrücke.

Los geht's mit unseren vier Tagen auf Island, die wir mit Icelandair ohne Aufpreis auf dem Weg nach Nordamerika als Zwischenstop einlegten. Schlicht und einfach weil es letztes Jahr Ende Mai als wir 11 Tage dort waren noch wirklich ganz schön kalt und nicht sonderlich grün war.

Hier nochmal die Fotos vom letzten Jahr: *click*

Dieses Mal waren wir eben Anfang August da und hatten wegen unserer anschließenden langen USA Tour relativ viel Gepäck dabei, aber eben auch ein Zelt und so haben wir dreimal gecamped und nur die letzte kurze Nacht vorm Weiterflug vorgebucht gehabt. Und wir hatten uns von vorn herein für einen Geländewagen entschieden, weil wir dieses Mal eben auch ins Inland fahren wollten und da braucht man wirklich Bodenfreiheit und Allrad.

Da wir für die ganze Reise einen ausführlichen Blog geschrieben hatten, erspar ich hier die Details. Kurz gesagt sind wir nach der Ankunft runter bis Vík gefahren, wo uns der Campingplatz aber nicht getaugt hat. Dafür haben wir zwei Abstecher zum Skogafoss und zum Gljufrabui gemacht, weil wir die letztes Jahr ausgelassen hatten. Das Wetter war für Island an dem Tag schon fast zu sonnig. ;)

Letztes Jahr hatten wir einen etwas abgelegen Campingplatz entdeckt, von wo aus wir gewandert waren und den wir dieses Jahr dann spontan wieder angefahren haben. Gute Entscheidung! Die Strecke zum Pakgil ist wunderschön, und auch der Campingplatz war traumhaft, trotz eines Regenschauers am Abend.

Am nächsten Tag gings wieder zurück ans Meer kurz, da Pakgil in einer Sackgasse liegt, und dann ins Landesinnere Richtung Landmannalaugar, auf der 208. Viele spannende Flussdurchfahrten inklusive. Die tiefe Furt direkt vorm Parkplatz von Landmannalaugar haben wir dann aber doch ausgelassen und sind zu Fuß ein bisschen vorgelaufen und haben die Gegend erkundet. Geblieben sind wir aber nicht, da es sehr voll und außerdem sehr regnerisch war und da will man sein Zelt wirklich nicht weit tragen und dann aufbauen auf hartem Grund.

Deswegen fuhren wir dann wieder weiter und mussten auf der Suche nach einem Campingplatz noch einiges an Strecke zurücklegen, da wir im Hochland weit und breit keinen gefunden haben. Bis zum Geysir sind wir noch gefahren, wo dann ein großer Campingplatz auf einer Wiese in der Nähe war, ideal fürs Zelt. Gut, dass es solange hell war! Und natürlich haben wir auch wieder viele schöne Ecken entlang der weniger befahrenen Straßen gesehen.

Eigentlich wollten wir ja dieses Mal die Touri-Hotspots meiden, aber wenn wir schonmal da waren, haben wir uns halt doch nochmal den Geysir und die Gegend drumrum angeschaut, bevor wir wieder weiter gefahren sind, vorbei am Pingvallavatn und durchs Inland auf der 48er zu dem wunderbaren Fjord, auf dessen gegenüberliegender Seite wir wieder einen herrlichen Campingplatz fanden und die Abendsonne bei einem Spaziergang genießen konnten. Nur windig war es sehr!

Und dann war auch schon wieder der letzte Tag angebrochen, an dem wir über Akranes nach Reykjavik reingefahren und ein bisschen rumgelaufen sind und schließlich wieder in den Hamborgarafabrikkan zu Abend gegessen haben, bevor wir nach Keflavik in unser B'n'B gefahren sind, damit wir am nächsten Morgen frühs das Auto zurückgeben und zum Flughafen fahren konnten.

Es wird definitiv nicht unser letzter Islandurlaub gewesen sein, auch wenn es diesmal nur sehr kurz war. Der Vorteil dieses Mal war allerdings, dass man sich null unter Druck fühlte, schnell von Wasserfall zu Wasserfall zu kommen, weil man die "must-sees" schon im Vorjahr gesehen hatte. Und August hat definitiv seine Vorzüge, auch wenn man trotzdem nicht in kurzen Hosen unterwegs sein konnte. ;)