Roadtrip (II): West California

Nachdem wir Oregon hinter uns gelassen hatten, erwartete uns im Nordwesten Kaliforniens zunächst der umwerfend schöne und wirklich atemberaubende Redwood National Park.

Wer selber nie hier war, kann sich nicht vorstellen WIE groß diese Küstenmammutbäume bzw. Sequoias sind wenn man davor steht. Wir sind spontan ne ziemlich lange Wanderung gegangen und waren recht schnell allein mit diesen Giganten. Naja, fast allein. ;-)

Einen Campingplatz im Nationalpark haben wir trotz zeitiger Ankunft übrigens nicht mehr bekommen und mussten uns mit einem weniger schönen weiter südlich zufrieden geben, wo wir dann im Auto schlufen, da wir vor den umherziehenden Elk-Herden gewarnt worden waren.

Am nächsten Tag ging es quer durch die Berge auf kurvigen engen Straßen, wo die Temperaturen bis auf 42 Grad stiegen zwischenzeitlich.

Chico war unser nächstes Ziel, wo wir zwei wunderbare Tage verbrachten und jemanden besuchten, bevor es weiter ging nach San Francisco. Ich war schon zweimal dort gewesen vor 10 Jahren eben und hatte es sehr positiv in Erinnerung gehabt. Dieses Mal war es mir allerdings zu überlaufen und konnte mich nicht mehr so in seinen Bann ziehen.

Unser Hotel in Chinatown war mit 550€ für 2 Nächte noch eine günstige Alternative. Aber Chinatown abends mit Nebel dann hatte auch wieder was.

Am nächsten Tag sind wir etwas planlos durch den großen Park gelaufen und waren unter anderen im Japanese Tea Garden.

Aufgrund eines größeren Feuers südlich von SanFrancisco änderten wir die geplante Route und entschieden uns, nicht mehr die BigSur Coastline runterzufahren. Traurig ja, aber hilft ja nichts und das machen wir dann wann anders nochmal! :)

Also sind wir wieder gen Norden über die Golden Gate zum Point Reyes National Sea Shore gefahren und auch wenn dort total viel los war, war es dennoch ein ganz toller Ort, auch bei bedecktem Himmel.

Anschließend machten wir noch einen Zwischenstop in Sausalito, dem Portofino des Westens. Yachten und Villen deluxxe! Und die Sonne ließ sich auch mal wieder blicken!

Und dann kam ein anstrengendes Stück Autofahrt nämlich mitten durch die Bay-Area, wo man teilweise mit siebenspurigen Autobahnen konfrontiert wurde, die dann aber die Ausfahrten mal links und mal rechts und mal in der Mitte haben und echt stressig sind. Gut, dass man im Expedition weit oben sitzt und den Überblick behält. Und noch besser, dass ich nicht fahren musste. ;)

Nächstes Ziel war ein Airbnb möglichst weit östlich, wo es aber noch Geschäfte gab, damit wir uns für die kommenden Tage wieder mit Proviant eindecken konnten. Dabei fuhren wir viele Meilen durch das extrem ausgedörrte wüstenähnliche kalifornische Inland. Hier würde ich nicht wohnen wollen...