Roadtrip (IV): Crater Lake - Mount St. Helens - Mount Rainier

Nachdem wir Lake Tahoe hinter uns gelassen hatten, ging es so schnell wie möglich wieder gen Norden, wo wir in Oregon und Washington noch einige Ziele auf unserer must-see Liste hatten. Einen wunderschönen Campingplatz fanden wir für zwei Nächte am Diamond Lake, von dem aus der Crater Lake Nationalpark nur einen Katzensprung entfernt liegt.

Wusstet ihr, dass der Crater Lake der blauste und tiefste See Nordamerikas ist? An einer Stelle kann man in die Caldera hinabsteigen und wenn man die Zähne zusammenbeißt sogar reinspringen von einem Felsen dann. Aber saukalt versteht sich!

Weiter gings dann mit Abstecher bei den Toketee Falls, die ich von instagram her kannte, zu den Multnomah Falls, wo wir (unabsichtlich) eine ziemlich lange aber trotz Regens sehr schöne Wanderung machten, und wo eigentlich der Weg dann viel schöner war als der berühmte Wasserfall.

Am Eagle River verbrachten wir dann die nächste Nacht, da wir auch hier wieder tolle eine Wanderung mit einigen Wasserfällen rausgesucht hatten.

Über die Bridge of the Gods gings dann wieder rüber nach Washington und doch noch hinauf zum Mount Saint Helens, aber von Osten her wo nicht soviel los ist. Wir kamen kurz vor Einbruch der Dunkelheit oben an, sind aber dennoch zum Aussichtspunkt hoch und waren sehr beeindruckt von der ganzen Szenerie. Die vielen Baumstämme, die seit dem Ausbruch von 1980 im Spirit Lake schwimmen oder an den Berghängen liegen wie umgeknickte Streichhölzer, verleihen dem Ort etwas mystisches.

Im Dunklen fanden wir noch einen Campingplatz nicht weit entfernt, von dem aus wir am nächsten Tag bei Regen wieder weiter in den Norden Richtung Mount Rainier Nationalpark fuhren. Im Nationalpark selbst bekamen wir mal wieder keinen guten Platz, allerdings einen umso schöneren ein bisschen außerhalb, wo wir ganze drei Nächte blieben, da wir im Park zwei Touren gehen wollten. Der Berg selber hielt sich leider sehr bedeckt, dafür bekamen wir umso mehr Murmeltiere zu Gesicht und auch ansonsten war die Landschaft drumrum sehr beeindruckend.

Leider war der Roadtrip dann schon am Ende, da nur noch Seattle auf dem Programm stand. Und mit den Städten wurden wir ja nicht so recht warm auf unserer knapp 6000km langen Reise. Dafür hat uns die Natur umso mehr begeistert und verzaubert: das viele draußen sein und campen tat einfach gut! Unser Reisemobil Ford Expedition EL können wir uneingeschränkt empfehlen, da wir bei schlechtem oder zu kaltem Wetter hinten wunderbar drin schlafen konnten und trotzdem unsere zwei großen und einen kleinen Koffer noch gut unterbrachten. Falls es jemandem aufgefallen ist: ich hatte dieses Mal irgendwie keine Lust, meine große schwere Spiegelreflex mitzunehmen und hatte mir vorm Urlaub die Canon gx5 zugelegt. Mit der habe ich dann alle Fotos im Urlaub gemacht und bin eigentlich sehr zufrieden! Falls jemand die vorherigen Posts von unserem Roadtrip verpasst hat, hier nochmal die Links:
Yosemite - Mono Lake - Bodie
Redwood NP - San Francisco - Point Reyes
Olympic Peninsula - La Push - Oregon Coast
Wir sind gespannt, wohin uns die nächste Reise führen wird! :)